Dienstag, 27. Dezember 2016

Wohnen mit IKEA - Dieser Blog

In Kürze erfahrt Ihr hier, wie eine kleine Untermietwohnung, oder besser zwei kleine Zimmer ohne Balkon,  die nur als Meldeadresse fungieren soll, komplett mit Möbeln und Dekoration von der schwedischen Möbelkette IKEA eingerichtet wird. Warum, weshalb und wieso, erfahrt Ihr in diesem Artikel.

Musterwohnung im IKEA-Style

Gesetze können manchmal ziemlich nervig sein. Von STVO bis Müllentsorgung. Überall Regeln und Richtlinien. Manchmal nützlich und manchmal auch fürchterlich bescheuert.

So auch die Gesetze, wenn es um Bedarfsgemeinschaften im Sinne des SGB II geht. Hier stellen die Gesetze den Job-Boom in Deutschland gleich wieder in Frage.
Wieso? Ganz einfach.

Gibt es eine Bedarfsgemeinschaft (z.B.: mit Kindern schon fast automatisch) und nur eine Person geht in Festanstellung arbeiten, kann es passieren, dass das verdiente Geld ziemlich schnell verpufft. Die ARGE bzw. die Sozialbehörde will natürlich wissen, was die arbeitende Person verdient und berechnet von den Sozialleistungen (Hartz IV) einen Anteil, der von diesen abgezogen wird. Logisch. Das soll auch so sein. Wenn aber nun das Einkommen der arbeitenden Person nicht ausreicht oder sich nur knapp über den Mindestlohn orientiert, muss man damit rechnen, dass fast das ganze Geld angerechnet wird.

Rechtlich völlig richtig und gesetzeskonform, doch moralisch geht man dann leider für Nichts arbeiten. Aber ist das der Plan? Es bleibt nichts mehr vom Stundenlohn des stressigen Jobs.

Wenn selbst Mitarbeiter der Behörde (natürlich inoffiziell) empfehlen, dass die arbeitende Person die Bedarfsgemeinschaft zeitweilig verlässt, damit das Einkommen nicht mehr angerechnet werden muss, ist ganz schön was faul im Staate Dänemark bzw. hier in Deutschland.

Genau den beschriebenen Sachverhalt unterliege ich als Autor seit Längerem. Bedarfsgemeinschaft mit Kindern, Ehefrau arbeitslos und ich spiele den Verdiener und habe nichts von meinem Geld. Warum gehe ich eigentlich 6-Tage die Woche arbeiten? Auch ganz einfach: Weil ich es will. Weil ich mich durch Arbeit definiere und durch die Ergebnisse, die ich am Ende des Tages, der Woche, des Monats oder des Jahres erreicht habe. Das habe ich schon immer so gemacht und das wird sich auch nicht ändern.

Wie beschrieben, wurde mir selbst von der Behörde empfohlen, die Bedarfsgemeinschaft zu verlassen um das erwirtschaftete Geld behalten zu können. Jemand von dort hatte es mir sogar vorgerechnet, dass deutlich mehr übrig bleibt. Was in der Beziehung seit vielen Monaten zu viel Stress und Streit führt, soll also jetzt geändert werden. Und dafür gibt es sogar noch amtliche Hilfen, wenn man es richtig macht und die Gesetze ausnutzt. Krass und bescheuert zugleich.

Dieser Blog soll die Verfahrensweise der Behörde und von mir etwas dokumentieren und die Einrichtung eines Untermiet-Zimmers / WG-Zimmers oder gar einer "eigenen" Wohnung dokumentieren.

Wenn die Möglichkeit besteht, bevorzugt mit preiswerten und gut wiederverkäuflichen Möbeln von IKEA. Man will das Zimmer / die Wohnung ja schließlich nicht nutzen. Oder vielleicht doch? Als neues Studio für das Fahrradmagazin und Ratgeber kettentour.de vielleicht.

Wir werden sehen, was passiert.

Gebloggte Grüße
//O.F.