Samstag, 4. Februar 2017

Die Wohnung - Nur eine Adresse

Die neue Adresse, die nie eine Wohnung wird, ist gefunden und kann jetzt Ordnung in die Unterlagen bringen. Der Mietvertrag ist gezeichnet und die Kaution hinterlegt. Das Ziel für die Einrichtung ist klar. So günstig wie möglich und zu 95% dabei von Ikea. Machen wir mal einen Rundgang.

Eine Wohnung, die keine ist - Startschuß für das Partyprojekt


Fast 25 Wohnungen wurden in der Stadt in den letzten Wochen besichtigt, damit aus der aktuellen Meldeadresse sicherheitshalber vielleicht doch eine vorzeigbare Wohnung wird, falls das Amt mal kontrolliert und sie wurde gefunden. Sie war auch der Favorit von allen, da sie in unmittelbarer Nähe zur eigentlichen Hauptwohnung liegt und man so dann schnell die Post mal holen kann, wenn man sowieso auf dem Weg zum Supermarkt ist.

40qm, keinen Keller, keinen Balkon - 300 Euro Warmmiete und etwas für Strom und Nachtspeicheröfen an den Energieversorger und fertig ist die neue Adresse. Selbst mit diesen monatlichen Ausgaben bleibt nun endlich auch genug Geld in der Haushaltskasse und der Stress, den die Gesetzeslage für Bedarfsgemeinschaften so verursacht hat, dürfte damit erledigt sein.

Nach der Schlüsselübergabe könnte es im Grunde ja schon losgehen mit der Einrichtung. Jede Menge Kram und überflüssiges Sammelsurium aus der Hauptwohnung und aus dem noch aufzulösenden Garten soll erstmal eine halbwegs bewohnbare Wohnung darstellen.

Was daraus wird ist noch nicht so klar. Partywohnung für die großen Kinder, falls mal Freunde kommen oder die mal aus der - doch recht stressigen gewohnten Wohnumgebung mal für ein paar Tage oder Nächte rauswollen oder eine Art Studiowohnung für das Bikemagazin oder eine zukünftige Wohnung für eine(n) der Großen, wenn die Lehre oder Studium ansteht oder so eine Art Auszeit-Hotelzimmer für uns Erwachsenen für einen Mini-Urlaub in der Stadt oder Gästewohnung, wenn Freunde von weit weit weg mal wieder vorbeikommen gar wirklich nur ein Lagerraum mit Wasserkocher. Keine Ahnung.

Mal den Zollstock ausgelegt um zu sehen, was man so hat.

Der Grundriss für dieses Projekt.

Beginnen wir mal mit dem Flur. Da die Wohnung ja so günstig wie nur möglich sein sollte, damit wieder ordentlich Geld in der Haushaltskasse bleibt, ist dieser hier auch sehr klein. Genauergesagt ist er genauso groß wie der Schwenkbereich beider Türen. Haustür und Wohnzimmertür stoßen fast an. Kaum Platz für eine Garderobe und noch weniger für einen Schuhschrank. Braucht es ja auch nicht.



Das innenliegende Bad  ist mit knapp 1,7m mal 1,65m sehr klein. Toilette, Waschbecken, Dusche und der Schwenkbereich der Tür - viel Platz ist nicht. Ein Wandspiegel, eine Ablage über dem Waschbecken, Deckenlampe und ein paar Wandhaken blieben vom Vormieter noch drin. Unter dem Waschbecken sind noch Heizlüfter und Durchlauferhitzer montiert. Man könnte sich theoretisch auch hier bei den hervorragend designten Waschtischen von Ikea austoben, doch das ist ziemlich unnütz und für die Morgenwäsche oder mal Duschen der Großen oder vom Besuch wird's auch so erstmal lange ausreichen.



Zwei fast gleich große Räume können als Wohn- und Schlafzimmer eingerichtet werden.
Idealerweise wird der Raum, den man vom Flur betritt, das Wohnzimmer und der andere entsprechend ein Schlafzimmer. Letzteres wird allerdings wohl noch lange nicht eingerichtet werden müssen. Mit einer Couch mit Schlaffunktion kann man auch ausreichend Möglichkeit zur Übernachtung schaffen. Das innere Auge sagt, dass ein paar Regale an die Wand, einen TV-Schrank und eine Kommode um etwaiges Bettzeug verstauen zu können ausreichen könnten. Schon fertig.

Bleibt noch die Küche. Minimalistisch. 1,7m mal 1,7m - Klein und fein.

Kostentechnisch wäre es der größte Posten, doch da die Wohnung ja nicht bewohnt werden soll, kann man hier auch vorerst super mit einfachen Mitteln tricksen. Eine Arbeitsplatte steht noch im Garten. Ein Unterbau aus einem alten Universal-Regalsystem, welches auch mal als Küche genutzt wurde, schafft erstmal Platz für Aufbewahrung und Kleingeräte. Ein Wasserkocher und eine Mikrowelle aus dem Garten und etwas Geschirr - auch schon fertig fürs Erste. Wäre so machbar. Für einen Essbereich ist fast kein Platz. Dieser müsste in das Wohnzimmer ausgelagert werden um eine gewisse Bewohnbarkeit zu erzeugen..

Dekoration und Haushaltsgegenstände kommen aus dem Garten oder ausgemustertes aus der Hauptwohnung und werden mal demnächst durchgetauscht.

Begründete Grüße
//O.F.